Die Zukunft alternativer Gemeinschaften

Wir leben inmitten einer der größten kulturellen Revolutionen der Geschichte und doch scheint es fast niemand zu bemerken. Wir wissen zwar alle, dass sich etwas verändern muss, aber keiner weiß so wirklich was.

Die Sehnsucht nach dem Leben in Gemeinschaft am Busen der Natur wächst bei vielen, doch nur wenige besitzen den ideologischen Idealismus, die vielen Kompromisse einzugehen, die zu ihrer Erfüllung notwendig wären.

Auch scheint das Leben schon alleine schwierig genug zu sein, um sich unnötiger Weise von anderen abhängig zu machen, deren Werte man nicht mit Sicherheit teilt. Und ganz ehrlich, wir sind es einfach nicht mehr gewohnt zu teilen.

Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern um das Teilen von Raum, Aufgaben und Verantwortung. Immerhin erscheint das unter den bekannten Strukturen bereits schwierig genug zu sein!

Kann es wirklich besser werden, wenn wir unsere finanzielle und berufliche Freiheit einem Wunschtraum opfern, dessen Ende so stabil zu sein scheint, wie die meisten menschlichen Beziehungen, nämlich gar nicht?

Während wir darüber nachdenken, bahnt sich eine technische, wirtschaftliche und letztlich kulturelle Revolution an, deren Ausmaße nur wenige ahnen und doch fühlen die meisten sensiblen Menschen heute, dass uns große Umwälzungen bevorstehen.

Um diesen Artikel besser zu verstehen, lohnt es sich Meine Vision für 2021 zuerst zu lesen, da ich in meinem letzten Artikel die beginnenden Verwerfungen beschreibe und wohin sie uns letztlich führen werden.

Heute möchte ich ausführen, welche Bedeutung diese Revolution für die Entstehung und Organisation alternativer Gemeinschaften haben wird und weshalb sie die menschliche Selbstorganisation weltweit für immer verändern könnte.

Ideologien und eine Revolution von oben

Zur Zeit beobachten hellere Geister die Vorbereitungen zur größten Umverteilung von Vermögen in der Wirtschaftsgeschichte. Die anrollende Entwertung des staatlichen Geldes soll der Unterwerfung der Gesellschaft zugunsten einer Revolution von oben dienen.

Warum aber von oben? Die Geschichte der Zivilisation ist größtenteils eine des Besitzes und seiner Verteilung. Der Staat selbst entstand zum Schutz von Besitz und wurde schon immer von wenigen für ihren Machtanspruch über alle anderen missbraucht.

Jede Konzentration von Macht, egal aus welchem Motiv, kennt über einen längeren Zeitraum nur eine Konsequenz und zwar die Ausübung dieser Macht zum Vorteil der wenigen über die vielen.

Und dennoch können wir nicht vollständig auf sie verzichten, weshalb im demokratischen Verständnis Macht verteilt werden muss. Deshalb erzählt man immer wieder die gleiche Geschichte von der vorübergehenden Notwendigkeit zur Konzentration von Macht.

Alle religiösen und politischen Ideologien sind Formen der Organisation von Besitz durch die Zentralisierung von Macht in den Händen von wenigen und alle werden ohne Ausnahme durch diese Macht korrumpiert!

Aber die wahre Macht liegt immer in den Händen derer, die das Geld kontrollieren. Sie bestimmen, wer gefördert und wer an den Rand der Gesellschaft verstoßen wird.

Und eben jene Elite, welche das Geld selbst kontrolliert, plant nun die Revolution von oben, nach der jeder Mensch nur noch ein hilfloses Rädchen in einer alles kontrollierenden Maschine sein soll.

Und wir sind so kurz davor, dass sich dieser diabolische Plan erfüllt, denn die Menschen arbeiten freiwillig und in gutem Glauben an ihrer eigenen Versklavung.

Eine kleine Theorie des Geldes

Aber wie konnte es soweit kommen? Es kommt, weil nur wenige Menschen sich dafür interessieren wie Geld entsteht und was Geld eigentlich ist. Für Politiker im besonderen ist Geld einfach ein Mittel zur Macht.

Deshalb wird man auch keinen Politiker finden, der die Macht über das Geld an das Volk zurückgeben würde. Da spielt die Gesinnung mit einem Mal keine Rolle mehr, allein die Vorstellung einer Demokratisierung des Geldes übersteigt das Vorstellungsvermögen.

Geld ist das Werkzeug zur Organisation einer Gesellschaft. Hätten wir keine staatlich herausgegebene Währung, dann würden wir schlicht etwas anderes verwenden, um den Austausch und Wert von Gütern und Dienstleistungen darzustellen und abzuwickeln.

Geld ist nicht das Problem, sondern die Kontrolle über das Geld und damit darüber, welcher Wert einem Gut oder einer Dienstleistung beigemessen wird.

Jedes als Monopol herausgegebene Geld legt diese Macht in die Hände weniger Menschen, die mit Hilfe ihrer Kontrolle über den Mechanismus der Verteilung mit gutem Gewissen ihres Gleichen auf Kosten aller anderen bereichern werden.

Der Mechanismus ist einfach. Je näher ich an der Quelle sitze, desto mehr bekomme ich ab. Die Geldschöpfung frisst so die Wertschöpfung oder mit anderen Worten, deshalb verdienen manche viel und andere fast nichts.

Die marktwirtschaftliche Vorstellung, dass sich der Wert einer Arbeit an ihrem Nutzen für die Gesellschaft messen lassen muss ist zwar wahr, unwahr ist jedoch, dass die Verteilung der Geldmittel dieser Logik folgen würde.

Theoretisch mag das stimmen, aber praktisch leben wir eben nicht in einer freien Marktwirtschaft, sondern unter einem Finanzmonopol, das vom erwirtschafteten Wert jeder Ware und Leistung einen Teil von unten nach oben absaugt.

Der Markt ist dabei nicht das Problem, sondern das Monopol der Geldschöpfung ganz gleich wer sie für sich beansprucht. Sozialismus und klassischer Kapitalismus sind beide gescheitert, weil sie diese Macht konzentrieren und damit Korruption begünstigen.

Wenn die Menschen keine Kontrolle über ihr Geld haben, dann sind sie die Diener der Herrschenden und wer diese Herrschenden sind, spielt dann wohl kaum eine Rolle.

Wer verspricht den Markt zu kontrollieren hat ihn nicht verstanden! Da gibt es nichts zu kontrollieren, denn der Markt, das sind wir. Was wir benötigen ist eine Gewaltenteilung des Geldes und die Möglichkeit zur finanziellen Selbstbestimmung der Menschen.

Die unerwartete Revolution von unten

Die kommende Enttäuschung der Menschen, wenn sie feststellen müssen, dass sie von ihren ahnungslosen Politikern verkauft wurden, wird grenzenlos sein.

Und das ist gut so, denn es wird in vielen den Wunsch nach mehr Freiheit wecken, sowie die Bereitschaft, ihrem Leben eine vollkommen neue Form zu verleihen.

Wie im letzten Artikel beschrieben, werden die neuen Technologien zur dezentralen Organisation der Gesellschaft Menschen die Möglichkeit in die Hand geben, sich aus dem der finanziellen Unterdrückung der Finanzoligarchie zu befreien.

Bereits in diesem Moment werden nicht nur internationale Formen unabhängigen Geldes entwickelt, sondern die Möglichkeit für jeden Einzelnen seine eigene stabile und fälschungssichere Währung zu erzeugen.

Zwar kennen wir schon Formen lokaler Währungen, aber klassische Bankgeschäfte benötigen noch immer staatliche Währungen und Geschäftsbanken.

In Zukunft wird aber jede Gemeinschaft ihre eigene digitale Währung erzeugen und damit Dienstleistungen und Waren freier bewerten können.

Sobald wir in die Phase der offenen Zerstörung des gesellschaftlichen Lebens und seiner Sicherheiten eintreten und die alten Währungen immer schneller ihren Wert verlieren, dann wird die Zeit der Neuorganisation beginnen.

In Zukunft werden wir uns nicht mehr auf den Staat, Zwangsversicherungen und falsche Versprechungen verlassen können. Alle werden sie bankrott sein, jede Versicherung, jede Rentenkasse und jedes noch so gut gemeinte Sozialsystem!

Und während das Alte versucht die verängstigten Menschen in eine noch größere Abhängigkeit zu treiben, wird der Zusammenbruch aller bekannten Sicherheiten viele Menschen dazu bringen, sich in neuen Gemeinschaften zu organisieren.

Und diese Gemeinschaften werden ihre Leistungskraft zusammenbringen und sich einen eigenen Markt erschaffen, auf dem Waren und Dienstleistungen nach ihren persönlichen Wertvorstellungen entlohnt werden.

Denn kein Mensch, der sich der Unterdrückung der globalen Finanzdiktatur entziehen möchte, wird das alleine bewerkstelligen. Wir werden einander wieder brauchen!

Fremde Währungen von außen werden für die Leistungen der Gemeinschaft in die interne getauscht und wer intern leistet, der tauscht sie in die äußere seiner Wahl, um externe Leistungen zu erwerben.

Zur Zukunft alternativer Gemeinschaften

Wir werden vielfältige Formen neuer Gemeinschaften sehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und das ist gut so. Eine Mischung aus Notwendigkeit und persönlichen Werten wird Menschen dazu bringen sich einer passenden Gemeinschaft anzuschließen.

Und nur so kann es funktionieren, wenn wir den Wert der Gemeinschaft wieder spüren und die Mischung aus Freiheit und Verantwortung leben dürfen, die unseren persönlichen Bedürfnissen entspricht.

Die Dezentralisierung des Geldes wird uns die Möglichkeit geben eine freiere Welt zu erschaffen, in der wir mehr nach unseren persönlichen Werten leben, statt den politischen Ideologien fremder Menschen unterworfen zu sein.

Jede Gemeinschaft wird ihr Zusammenleben mehr oder weniger frei gestalten können, da sie versuchen wird, sich der Beeinflussung durch den Staat immer weiter zu entziehen.

An dieser Stelle werden wir aber auch die von visionären Sehern angekündigte Spaltung der Menschheit beobachten.

Ein Teil der Menschen wird sich aus Angst vor Freiheit, Selbstverantwortung und einem Leben in der Gemeinschaft mit anderen Menschen fürchten und weiter in der Anonymität und scheinbaren Sicherheit des Staates und der Konzerne leben wollen.

Der andere Teil wird die entstehenden Lücken im ehemals nahtlosen Mantel staatlicher Macht für sich nutzen und den Geist einer neuen Menschheit begründen, welche die Wärme der Gemeinschaft und die Freiheit der Selbstverantwortung bevorzugt.

Sie werden unsichtbar für einen gleichgültig gewordenen Staat sein und die Vorreiter eines neuen Zeitalters, in dem die spirituelle Selbstermächtigung des Menschen im Zentrum seiner Kultur stehen wird!

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