Gaia Sophia

Am Beginn der Schöpfung

Die Schöpfung kennt keine Dimension der Zeit. Zeit ist eine individuelle Perspektive auf den Raum und die ihn gestaltende Schwerkraft der Masse, welche ihm seine Form verleiht. Das hat die Relativitätstheorie gezeigt. Masse, das zeigt uns die Quantenmechanik, ist nur eine Perspektive auf die hinter ihr liegende Ebene undefinierbarer Wahrscheinlichkeiten, den Fluss freier Energie und Schwingung. Die unendlichen Wirklichkeiten des Universums realisieren sich als ein weißes Rauschen, dessen Realität wir so weit aufnehmen, wie wir uns ihm gegenüber öffnen können. Und während wir gerade eine Ebene oder Dimension verstanden haben, beginnen wir bereits unterbewusst das Rauschen einer noch tieferen Ebene zu hören. Eigentlich ist da nichts, aber aus diesem Nichts entsteht alles.

Der Urgrund der Schöpfung existiert unabhängig von Zeit und Raum. Er liegt also nicht hinter einem Nebel von Milliarden Jahren verborgen und auch die Suche nach ihm in der Materie lenkt nur ab. Der Ursprung von allem existiert in diesem Moment, wie in jedem anderen. Unerlässlich wird die Welt aus ihm geboren. Immer wieder aufs neue, in jedem noch so kleinen Augenblick. Der Ursprung ist allgegenwärtig. Die Bereitschaft eines Bewusstseins, sich an der Schöpfung zu beteiligen, bestimmt seine Aufgabe, sein Potential und seine Größe. Jedes Bewusstsein entscheidet für sich selbst, wie weit es sich für sein eigenes Potential öffnen möchte. Das Potential eines Bewusstseins wird so durch seine Bereitschaft bestimmt, sich dem Leben als Mitschöpfer und Energiereservoir zur Verfügung zu stellen. Sein Ego muss aus Liebe für die Welt sterben.

In dieser Bereitschaft liegt das Potential und im Potential die Bereitschaft. Fülle entsteht, wo der Mut zur Hingabe an die Liebe wächst. Die Natur besitzt eine schier endlose Fülle und an ihrem Ursprung steht die grenzenlose Liebe der Göttin zu ihrer Schöpfung. Die Fülle ihres göttlichen Bewusstseins entlädt sich in ihre Schöpfung und sie lebt und stirbt mit jedem ihrer Geschöpfe. Es gibt nichts auf dieser Welt, das nicht von ihrem Atem durchflutet wird. Es ist ihre Kraft, die aus toter Materie Leben entstehen lässt, ihre Hingabe, welche den Schmerz der materiellen Schöpfung in Schönheit verwandelt. Ihre Präsenz ist spürbar für den, der fühlen kann und die Menschen verehrten sie für hunderttausende von Jahren. Die Göttin hat uns nicht verlassen. Wir haben uns von ihr abgewandt und erst seit wir ihre Liebe verraten haben, fragen wir uns, wer wir sind.

Venus von Willendorf (ca. 30.000 Jahre alt)

Die Liebe der Göttin

Der Ort unseres Universums, an dem wir uns befinden, ist eine Zwischenwelt des Kommen und Gehens. Unsere materielle Welt bildet einen Brückenkopf zwischen Dimension und Kräften, welche die Vorstellung des Menschen weit überschreiten. Die wahre Natur der Existenz ist reiner Geist und alle Erscheinung in Zeit und Raum eine Illusion, wenn auch eine recht eigenwillige. Der Herr dieser Welt, wie ihn die antiken Philosophen nannten oder der Architekt, wie ihn die Freimaurer nennen und wie er in den Matrix-Filmen erscheint, ist keine Gottheit. Er ist ein Verwalter, ein Buchhalter deterministischer Naturgesetze und mehr eine Maschine mit künstlicher Intelligenz, als eine Gottheit. Solange seine Integrität unangetastet bleibt, ist er ein Garant für die Stabilität seiner Dimension, der Dimension unserer Selbsterfahrung als Menschen. Die Freiheit unserer Welt, so eng ihre Gesetze auch erscheinen, liegt darin, uns entscheiden zu dürfen. Wir können uns dafür oder dagegen entscheiden, die höhere Natur unserer Seele in diese Welt zu holen und zu lernen, auch diese Form der Existenz in Liebe anzunehmen. Damit bilden wir eine Brücke zwischen den Welten und die niederen Gesetze dieser Welt verlieren ihre Macht über uns.

Alles was existiert, lebt im Geist ewigen Bewusstseins. Kein Staubkorn, das nicht aufgefangen ist in der Ewigkeit. Tausende von Lichtjahren entfernt, im Zentrum unserer Galaxie, ist die Energiedichte so hoch, dass die Natur einen uns völlig unbekannten Spielraum besitzt und was uns von der Erde aus wie unbelebte Materie erscheint, ist in Wahrheit von größerem Geist beseelt, als unser Sonnensystem zu tragen fähig wäre. An diesem Ort können Formen des göttlichen Bewusstseins materielle Existenz annehmen, welche die Ordnung unserer Welt mit ihrer bloßen Präsenz erschüttern würden. Ihr Einfluss auf uns ist jedoch begrenzt und hier draußen, am Rande eines Nebenarms der Milchstraße sind die Naturgesetze unbarmherzig. Vor Milliarden von Jahren besaß eine weibliche Göttin einen Traum, den Traum von Lebendigkeit und Größe in Mitten des Wahnsinns kalter Materie. Ihr Traum war die Welt, welche wir dabei sind zu zerstören. Die Große Mutter plante die Ankunft des Menschen. Wir waren von Beginn an ein Teil ihres Unterfangens. Als Menschen sind wir ein Teil von ihr und jede Seele, welche sich darauf einlässt Mensch zu werden, ist für immer mit ihrem Traum verbunden.

Sie ließ sich fallen, in die Schwärze des Randbereichs unserer Galaxie und auch in die traumlose Nacht fehlender Bewusstheit für die eigene Existenz. Wer die Größe ihres Opfers begreifen will, muss verstehen, was es bedeutet, ein göttliches Dasein unvorstellbarer Schönheit zu opfern. So wie sie sich aus Liebe geopfert hat, nur um sich in der eigenen Schöpfung zu verlieren. Aus ihr und durch sie lebt und stirbt alles in Existenz auf unserem Planeten. Was einmal ein lebloser Haufen Stein und Wasser war, wurde verwandelt in unendlicher Schönheit, geboren aus ihrem Geist. Unsere Vorfahren wussten um die Wege mit ihr in Kontakt zu treten. Sie tanzten und sangen sich in Trance, ehrten ihre heiligen Pflanzen als Lehrer und hielten ihr Andenken im Bewusstsein, indem sie sich Geschichten erzählten über Frau Holle und ihr unterirdisches Reich, das doch überirdischer Natur ist. Sie baten sie um Rat, Vergebung und Nahrung und betrachteten alles, was sie in der Natur berührten mit dem Respekt vor ihrer Schöpferin. Die Menschheit ist ihre größte Liebe, aber auch wir dürfen uns nicht alles herausnehmen. Diese Welt besitzt eine Existenzberechtigung für sich selbst, auch ohne uns.

Staub und Vorurteil

Wer ihr nahe kommt weiß, dass ein menschliches Herz zerspringen muss aus Furcht, so bedingungslos geliebt zu werden, wie sie es tut. Denn es liegt an uns, unser Herz für sie zu öffnen, was bedeutet, dass wir unser Herz für ihren Traum öffnen müssen. Wir haben uns selbst aus dem Paradies verbannt, weil wir es zuließen, dass unsere Gutmütigkeit missbraucht wurde. Wir selbst haben zugelassen, dass über Generationen hinweg aus unseren Herzen Monster voller Misstrauen und Gier wurden. Die negativen Kräfte, welche unsere Welt betreten haben, arbeiten unermüdlich daran, die Energien der Menschheit und der Göttin zu missbrauchen. Ihr Wunsch ist die ewige Versklavung ihres Bewusstseins und ihres irdischen Körpers durch Terror, Vergewaltigung und Angst und wir arbeiten seit tausenden Jahren freiwillig mit an unserem eigenen Untergang. Es geht dabei nur um unseren eigenen Weg als Menschheit. Die Erde ist dabei in ein neues Zeitalter zu treten und es bleibt unsere Entscheidung mitzugehen oder sie zu verlassen. Die Göttin ist nicht allein, sie besitzt Verehrer und Beschützer nicht nur unter den Menschen. Sie ist dabei zu erwachen und sie ruft ihren Liebhaber, den göttlichen Heerführer.

Das Erwachen der Welt ist ihr Erwachen und sie wird beschützt durch ihren Geliebten. Das Erwachen der Menschheit aber ist kein Erwachen aller biologisch als Menschen inkarnierter Seelen. Es ist die Trennung der Spreu vom Weizen. Die Menschheit wird weiterexistieren und ihren Platz im Paradies zurückerhalten. Der Weg dorthin ist der Weg einzelner Seelen, welche in Liebe zur Göttin und zu ihrer Idee des Menschen entbrennen. Dieser Weg führt zum Erwachen der Seele als Mensch und im vollem Potential dessen, was sie für uns vorgesehen hat. Alles geringere wird vom Angesicht des Planeten verschwinden. Nicht auf einmal, sondern Stück für Stück, wird alles Parasitäre und Bösartige auf Grund seines Mangels an Energie an sich selbst ersticken.

Kein Kampf war jemals notwendig, die Ruinen des Ozymandias zu Staub zerfallen zu sehen. Wer klug war, hatte sich bereits aus seinem Reich abgesetzt, bevor die Wüste seine Felder eroberte und bevor seine Statuen den ersten Staub ansetzten. Wer die Göttin erkannt hat, lebt mit ihr und erträgt den Rest mit Humor. Wer sie rufen hört, arbeitet an sich selbst und verzeiht allen anderen. Am Ende gehört die Erde wieder ihr und ihren Kindern, den Tieren und den Pflanzen.

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