37 Unsterblichkeit und die Angst vor dem Tod

In tiefer Meditation versunken

Vor langer Zeit fand ich mich nach intensiven Stunden des Meditierens an einem anderen Ort wieder.

Mein Körper war noch an der alten Stelle, doch mein Bewusstsein, das fühlte ich, hatte seine Wahrnehmung erweitert.

Es befand sich zur gleichen Zeit auch an einem anderen Platz des Multiversums.

Mit meinen inneren Augen nahm ich einen tiefschwarzen Raum war, schwärzer als alles, was ich bisher erlebt hatte.

Seine Stille war erschütternd. Und in dieser Stille beschlich mich ein unheimliches Gefühl.

Ich war nicht alleine hier. Etwas beobachtete mich.

Da ich diese tiefe Meditation nicht zu schnell beenden wollte, hielt ich das Gefühl der Ungewissheit und des Ausgeliefertseins für einige Zeit aus.

Nach einigen Minuten löste sich etwas.

Die Anspannung war fort und ich wurde aus dem Raum entlassen.

Ich spürte, dass es ein Test war.

Ein Test meiner Fähigkeit, dass Unbekannte zu akzeptieren.

Der Tod ist ein Schritt ins Ungewisse

„Alle Angst ist Angst vor dem Tod“

Diesen Satz habe ich lange Zeit nicht verstanden.

Er hört sich weise an und ich hatte ihn aus vielen Richtungen immer wieder vernommen. Einen Reim auf ihn, konnte ich mir aber nicht machen.

Zwischen meinen Ängsten und dem Tod, den ich eigentlich noch nie fürchtete, schien es keine Verbindung zu geben.

Aber war das wahr?

Die bloße Vorstellung vom Tod ist abstrakt, seine Erfahrung aber revolutionär.

Jeder Gedanke an den eigenen Tod ist etwas, das wir uns im Grunde nicht vorstellen können. Den Gedanken an den Tod von etwas, an dem wir hängen, ist eine ganz andere Nummer.

Angst haben wir vor dem Loslassen, dem Verlust von etwas, das uns die Welt bedeutet.

Diesen drohenden Verlust spüren wir nicht in einer abstrakten Vorstellung vom Tod, denn die wahre Bedrohung spüren wir erst, wenn wir davor stehen, etwas zu verlieren.

Der Tod unseres Körpers ist die vollkommene Veränderung, die absolute Ungewissheit.

Das Zitat über den Ursprung der Angst bezieht sich auf dieses Nichtwissen.

Das Urprinzip der Selbsterhaltung

Es gibt noch einen weiteren Aspekt des Todes, der unser Leben regiert, ohne dass wir ihm je Aufmerksamkeit schenken.

Der menschliche Körper besteht aus rund 40 Billionen Zellen und noch einmal so vielen Bakterien.

Alle ausgestattet mit ihrer eigenen Lebenskraft, einem rudimentären Bewusstsein und einem Drang zu überleben.

Wir besitzen vielleicht etwas Kontrolle über die Auswahl der Aufgaben, denen wir uns in unserem Alltag stellen, doch das kollektive Bewusstsein unseres Körpers, seiner Zellen und Mikroben besitzt mehr Kontrolle über uns als umgekehrt.

Wenn Du das nicht glauben magst, dann ist hier eine einfache Übung für Dich:

Stell Dich unter die Dusche und dreh das Wasser auf.

Halte den Atem an und drehe den Hebel auf maximale Kälte.

Dein Körper wird in Bruchteilen einer Sekunde reagieren und Dir zu verstehen geben, dass er sich gerade lebensgefährlich bedroht fühlt.

Wärme ist unterstützende Energie zur Selbsterhaltung und Kälte entzieht Dir diese Energie.

Im Sommer besitzen wir geringeren Appetit, wenn die Energie der Sonne unseren Körper unterstützt.

Wir empfinden alles als angenehm, das uns seine Energie leiht und als unangenehm, was uns Energie entzieht.

Jedes Individuum in dieser Welt und in allen anderen, benötigt Energie zur Aufrechterhaltung seiner Existenz.

In unserem Bewusstsein besteht eine Verbindung mit der ersten Quelle aller Energie. Von ihr sind wir jedoch größtenteils abgeschnitten.

Daher sind wir auf die Versorgung mit Energie von Außen angewiesen.

Der ewige Kampf um Energie

Ich bin fest davon überzeugt, sobald wir Menschen im Kollektiv wieder ein Bewusstsein für die erste Quelle aller Energie entwickelt haben, werden wir auch Wege finden, unsere Maschinen mit freier Energie zu versorgen.

Aber bevor das geschieht, müssen wir die Wege des Energieräubers verstehen, der wir geworden sind.

Unsere Zivilisation ist süchtig nach Energie, weil wir es bereits im allerkleinsten sind.

Wieviel Energie verschenkt die Sonne?

Wieviel Energie stellt uns die Erde zur Verfügung?

Wieviel Energie verschenken Pilze und Pflanzen freigiebig mit ihren Fruchtkörpern?

Wieviel Energie verbrauchen die Tiere und was geben sie der Erde zurück?

Wie sieht die Energiebilanz des Menschen aus?

Spirituelle Evolution zeigt sich auch in einem Energieüberschuss. Unsere negative Energiebilanz zeigt uns ziemlich deutlich wo wir in der Hierarchie wirklich stehen.

Jede Erscheinung der Welt ist im Kern Energie und wir plündern alles, was wir uns Untertan machen können.

Unser Überleben ist durch diese immer stärker gewordene Abhängigkeit bedroht, denn alles, was wir nicht aus eigener Kraft erhalten können, werden wir eines Tages zurückgeben müssen.

Daher versuchen wir unsere Umwelt zu kontrollieren, Menschen, Tiere, Situationen, einfach alles.

Mit wenig auskommen zu lernen befreit uns von dieser Angst und lehrt uns Vertrauen in die Fähigkeit unsere Welt stabil halten zu können.

So aktivieren wir unsere Energie und werden gesund und ganz. Die Fähigkeit Energie aus uns selbst zu erzeugen, ist die einzig wahre Form von Sicherheit.

Unendliche Energie

Die Energie die wir als Mensch erzeugen können, geht weit über das hinaus, was wir vielleicht für möglich halten. Aber niemand von uns wird sich in ein Lichtwesen verwandeln und über allen anderen stehen.

Eine dominante Lehre dieser Welt ist die unvermeidbare gegenseitige Abhängigkeit.

Ihr Spielfeld ist die gegenseitige Abhängigkeit allen Lebens voneinander. Hinter diesem Kreislauf ist alle notwendige Energie enthalten für die Unsterblichkeit des Lebens an sich.

Individuelle Unsterblichkeit ist ein spirituelles Narrenprojekt, ein bösartiges noch dazu.

Sie zu erreichen würde bedeuten, sich in ein energetisches Raubtier zu verwandeln, welches seine Macht und sein Überleben durch den Konsum fremder Energie sichert.

Es bedeutet, sich selbst zum Feind allen anderen Lebens zu erklären.

Die Angst vor dem Tod wird dadurch nicht leichter, sie wird schwerer, denn die Abhängigkeit von der Energie der Opfer wiegt um so schwerer.

Was Du jedoch erreichen kannst, ist ein Bewusstsein für den Teil Deiner Persönlichkeit, der bereits unsterblich ist und für dessen Erhalt Du mehr als genug Energie besitzt.

Du kommst mit ihm überall dort in Kontakt, wo Du Deinen Beitrag zur Welt leistest. Erkläre Dich zu einem Freund des Lebens.

Schenke der Welt Deine Energie und es wird in ihrem Interesse sein, Dich ebenfalls mit allem zu versorgen, was Du brauchst.

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